SANKT MARTIN

SANKT MARTIN

Das Fest welches am 11. November gefeiert wird, ist nach Michaeli das zweite von drei Festen, welches dazu beiträgt, uns auf Weihnachten vorzubereiten.

Das folgende Lied erzählt die Geschichte des heiligen Martin, der durch seine guten Taten uns als Vorbild dient. Ein Bild für Opferbereitschaft, Güte und Demut.

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut:
sein Mantel deckt‘ ihn warm und gut.
Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee da saß ein armer Mann,
hatt‘ Kleider nicht, hatt‘ Lumpen an.
„O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“
Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Roß stand still beim armen Mann,
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt‘
den warmen Mantel unverweilt.
Sankt Martin, Sankt Martin
Sankt Martin gab den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil‘
hinweg mit seinem Mantelteil.

Sankt Martin, Sankt Martin
Sankt Martin liegt in tiefem Traum,
da tritt der Bettler in den Raum.
Sankt Martin sieht ein helles Licht,
der Bettler zu Sankt Martin spricht:

Sankt Martin, Sankt Martin
Sankt Martin hört des Bettlers Wort,
ich komm von einem anderen Ort.
Ich komm‘ vom hohen Himmelszelt,
ich bin der Herr von dieser Welt.

Worte und Weise aus dem Rheinland (Strophe 1-4)
Quelle: Das Jahreszeitenbuch – Verlag Freies Geistesleben

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